Komische Krimihörspiele mit kuriosen Komikern: Kai-Magnus Sting – Tod unter Gurken

Alfons Friedrichsberg – Ein kluger Pfundskerl mit bissigem Humor! So kann man den schwergewichtigen, schlagfertigen Ruheständler und Hobbyermittler aus der Feder von Kai Magnus Sting wohl am besten charakterisieren. Als ein Sprecher für die Hörspielfassung der Kriminalgrotesken rund um den liebenswerten Privatier mit Tendenz zur Schnüfflernatur gesucht wurde ist man äußerlich wie innerlich treffender Weise auf Kabarettist Jochen Malmsheimer gekommen. Seine Schauspielerkollegen Bastian Pastewka und Annette Frier, beide erfahrene Hörspiel- und Hörbuchsprecher, komplettieren gemeinsam mit dem Autor der Geschichten das Ensemble für die Darbietung der herrlich absurden Handlungen.

Bis auf Malmsheimer sprechen die drei anderen auch alle weiteren in den unterschiedlichsten Situationen auftauchenden Charaktere. Pastewka brilliert dabei beispielsweise als sächselnder Lokführer, für den die Zugdurchsagen zur echten Herausforderung werden oder als durchgeknallter Buchhändler mit Tendenz zum Morden, statt zum Krimis verkaufen. Frier macht sich derweil als ahnungslose Metzgersgattin genauso unabdingbar, wie als mordende Physiotherapeutin. Kai-Magnus Sting führt hauptsächlich als charmanter Erzähler durch seine Kriminalgrotesken, in denen Malmsheimer als Friedrichsberg nicht nur auf einen Toten im Gurkenbeet, sondern auch auf falsch zusammengesetzte zerstückelte Leichen auf einer Parkbank und eine Zugreisende mit Verfolgungswahn trifft. Kult-Regisseur Leonard Koppelmann sind mit der Inszenierung von Tod unter Gurken ein paar brillante Hörspiel Episoden gelungen, nach deren Ende man nichts anderes tun kann, als auf eine Fortsetzung zu hoffen. Herrlich komisch und für das Überbrücken eines verregneten Sommertages besonders gut geeignet.