Father Brown kann’s einfach nicht lassen: Staffel 4 der BBC-Kult Comedy-Crime Serie auf DVD

Es gibt zwei Kult-Krimi Serien, die mich quasi schon durch mein ganzes Leben begleitet haben, immer mit unterschiedlichen Darstellern und Ausprägungen der Charaktere. Das waren Sherlock Holmes und Pater Brown. Was ich jedoch erst vor Kurzem erfahren habe, ist, dass Pater Brown-Erfinder Gilbert Keith Chesterton mit seiner Figur des kriminalistisch agierenden Geistlichen ein Gegengewicht zu der Londoner Detektiv-Kultfigur von Arthur Connan Doyle schaffen wollte. Das ist ihm, was den Beliebtheitsgrad beider Figuren angeht, ganz sicher auch gelungen. Die erste Pater Braun Verfilmung, an die ich mich erinnern kann, war mit Heinz Rühmann in der Titelrolle. Später war es dann Ottfried Fischer als Pfarrer Braun, der mich in der Rolle des kriminalistisch agierenden Geistlichen immer wieder zum Lachen brachte.

Nun gebührt schon seit mittlerweile vier Staffeln dem englischen Schauspieler Mark Williams die Ehre, auf wunderbar fein humorige Weise in der für die BBC produzierten Serie Father Brown dasselbe zu tun. Gemeinsam mit seiner von Sorcha Cusack grandios verkörperten Haushälterin Brigitte McCarthy und der ebenso überzeugend von Nancy Carroll gespielten Lady Felicia Montague macht er sich im England der Fünfziger Jahre als der römisch-katholischer Father=Priester im kleinen Städtchen Kembleford auf Verbrecherjagd. Sehr zum Missfallen von Inspector Mallory, der die Nachfolge von Inspector Sullivan (Staffel 2 und 3) und Inspector Vallentine (Staffel 1) angetreten hat. Sein Glaube in das Gute im Menschen bewirkt trotz aller Gefahr, die er sich aussetzt, dass am Ende stets der Father und sein Spürsinn siegt. Staffel 4 der in wunderschöner englischer Landschaft gedrehten Serie umfasst insgesamt 10 Episoden, bei denen man zurecht den Eindruck hat, dass die Begriffe Comedy und Crime von den Briten erfunden worden sind. Sie sind im Februar 2017 bei Polyband auf DVD erschienen und zeitgleich freitags ab 21.45 Uhr auf ZDFneo zu sehen.

Der feinsinnige Humor und die tollen Darsteller sind es, die hier ganz eindeutig den Erfolg ausmachen. Ich freue mich schon auf die nächsten Geschichten rund um den Geistlichen und sein kriminalistisches Talent.

 

Meine Empfehlung für Kabarett-Freunde: Die WortArt-Boxen

Als leidenschaftlicher Kabarett- und Hörbuch Fan kommt man in Deutschland meiner Meinung nach an einem kleinen Kölner Plattenlabel nicht vorbei, das seit 1994 existiert und die Crème de la Crème der Kabarett-Schaffenden  in seinem Hörbuch Katalog versammelt. Das Label heißt WortArt und bringt neben regelmäßigen Neuerscheinungen aktueller Bühnenprogramme im Hörbuch-Format auch Bücher, DVDs und Hörspiele der komischen Art auf den Markt. Mir ganz besonders ans Herz gewachsen sind die so genannten „WortArt-Boxen“, in denen die bisherigen Programme eines Künstlers – quasi als Rückschau auf seine Entwicklung bis zum derzeitigen Moment – zusammengefasst werden. Kabarettisten, wie Dieter Nuhr, Urban Priol, Horst Evers, Serdar Somuncu, Wilfried Schmickler und Max Uthoff wurde bereits die Ehre zuteil, eine oder sogar zwei solche(r) Box(en) mit ihrem Schaffen bestücken zu können. Für Liebhaber des gesprochenen sarkastischen oder satirischen Wortes ein echtes Muss!

Liebe Leser!

Ich wünsche Euch allen ein frohes, neues Jahr 2017. Das vergangene Jahr ist für unsere Familie leider alles andere, als positiv ausgegangen, da meine Mutter im November kurz vor ihrem Geburtstag verstorben ist. Weil auch sie immer gern und viel gelacht hat, widme ich ihr sämtliche Einträge dieses Jahres in mein Blog. Euch allen weiterhin viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Carolin Kebekus: Alpha Pussy Live

Carolin Kebekus ist zwar knapp fünf Jahre jünger, als ich, aber trotzdem mit der gleichen rebellischen und ganz klar feministisch geprägten Einstellung aufgewachsen. Ob sie wie ich auch im Alter von sechszehn, siebzehn Jahren als Punk durchs Leben gegangen ist, weiß ich zwar nicht, aber auch das täte mich bei ihrer musikalischen Vorliebe für „Rage against the Machine“ nicht wundern. Wie vorab schon in „Pussy Terror“ gibt sie auch in ihrem zweiten abend- und Auftrittsorte füllenden Programm wieder ganz unverkennbar die Alpha Pussy. Also eine junge, selbstbewusste Frau, die nicht nur der Männerwelt unmissverständlich zeigt, wo der Hammer hängt. Die mit kritischen Augen auch auf die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von heute schaut.

Ein absolutes „No Go“ ist dabei für sie beispielsweise die Tatsache, dass junge Frauen heute zusammen mit ihrer Mutter in die Disko oder auf eine Party gehen. Das war in der Tat vor 20 Jahren auch für mich ein echtes „No Go“. Aber da scheinen sich die Zeiten echt geändert zu haben. Auch, dass Mädels heute in YouTube-Videos ihre Schminktipps, ihre kürzlich getätigten Einkäufe oder ihre „Evening Routine“ zum Besten geben und mit den Klicks ein Vermögen verdienen ist für sie irgendwie befremdlich. Klar politisch wird sie sogar, als sie darauf zu sprechen kommt, dass die so genannte „Gender Pay Gap“ (also die Tatsache, dass Frauen in den gleichen Positionen weniger verdienen, als Männer) nach wie vor in der Realität und in den Köpfen der Menschen existiert.

Mir hat das neue Programm wie schon das Erste wieder sehr gut gefallen. Carolin Kebekus ist für mich ein bisschen wie die deutsche Lady Gaga der Comedy. Frech, frivol, selbstbewusst und gerne mal politisch inkorrekt, wie beispielsweise auch gegenüber der katholischen Kirche. Mit ihr wäre ich gerne befreundet, denn ich mag Frauen, die offen und ehrlich das aussprechen, was sie denken und sich von der (Männer-)Welt nicht den Mund verbieten lassen. Das Programm ist als Hörbuch bei Wortart erschienen und mit einem tollen Poster für alle Fans bestückt.

Hörprobe

Vince Ebert: Unberechenbar

Vince Ebert ist ein echtes Unikum unter den Komikern in unserem Lande. Seit Jahren schafft es der studierte Physiker und ehemalige Unternehmensberater die Menschen mit seiner Mischung aus intelligenter Comedy und Beobachtung von naturwissenschaftlichen Alltagsphänomenen zu begeistern. In der ARD gehört er bei den Machern der Sendung „Wissen vor Acht“ mit seiner Rubrik „Werkstatt“ zur Stammbelegschaft und beantwortet hier jede Woche auf humorvolle Weise die Fragen seiner Zuschauer. Auch auf der Bühne und bei den Lesungen seiner unterhaltsam geschriebenen Bücher gibt er stets eine gute Figur ab. In seinem neusten Werk Unberechenbar befasst er sich mit jenen Dingen des Lebens, die trotz aller heute zu Verfügung stehenden Technologie und Wissenschaft nach wie vor für uns nicht planbar sind und es wohl auch nie sein werden. Dazu gehört beispielsweise, dass man nie weiß, ob der ICE nach Karlsruhe am nächsten Montag um 8.23 Uhr pünklich abfahren wird oder man im nächsten Urlaub an der Strandbar die Liebe seines Lebens trifft.

Warum aber gerade das auch zu den Umständen zählt, die das Leben spannend und lebenswert machen, wird klar bei seiner Schilderung der Beispiele, die ihm zu diesem Thema eingefallen sind. Ob man selber lieber das bei Rowohlt erschienene Buch aus seiner Feder liest, sich dies bei einer Lesung von ihm vortragen lässt oder zum im Hörverlag erschienen Hörbuch greift, bleibt den für Außenstehende häufig unberechenbaren Vorlieben eines jeden Einzelnen überlassen. In jedem Falle eine absolut lesens-, sehens- und hörenswerte Empfehlung meinerseits.

Eierlikörtage – Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre

Meine Buchentdeckung des Jahres! Hendrik Groen ist 83 1/4 Jahre alt und lebt in einem Altersheim im Norden von Amsterdam. Sein ganzes Leben hat er zu den liebenswürdigen Ja-Sagern gehört, die immer freundlich und korrekt gegenüber ihren Mitmenschen waren. Nun hat er beschlossen, solange er dazu noch in der Lage ist, ein Jahr lag Tagebuch zu führen und die Komischen, aber auch traurigen Ereignisse in seiner Umgebung detailliert aus seiner Sicht aufzuschreiben.

Dabei legt der Mann  einen  erfrischenden, ungeschönten, manchmal geradezu bissigen bittersüßen Sarkasmus an den Tag, den kein Kabarettist der Welt besser hätte darbieten können. Der Zehen schwärzende Diabetes und der Hang zum Alkohol des besten Freundes wird dabei ebenso bedacht, wie die Mitbewohnerin, die sich mal eben in drei Kuchenstücke setzt, ohne dies zu merken. Die Demenz der ältesten Mitbewohnerin, die damit unfreiwillig für Heiterkeit sorgt und die Tatsache, das Angehörige der alten Leute bei einer Erhöhung der Parkgebühren um einen Euro einen weiteren Grund dafür hätten, dem Altersheim bei den Besuchszeiten fern zu bleiben. All das hält Groen in schonungslos ehrlicher Weise in seinem Tagebuch fest.

Wäre das, was er mit viel Humor und Feinsinnigkeit in seinen Zeilen schildert nicht gleichzeitig so abgrundtief traurig und ein Zeichen dafür, wie wenig Beachtung in der heutigen Gesellschaft alte und kranke Menschen noch finden, man wäre nicht so sehr angetan von dem, was er dem Leser versucht, durch seine Alltagsschilderungen klar zu machen. Eine ähnliche Schilderung hätte ich 2015 ebenfalls schreiben können, nachdem ich 3 Monate Krankenhaus und Rehaklinik hinter mich gebracht hatte und dabei am eigenen Leib erfahren musste, wie es ist, zum unwichtigen, nichtssagenden Individuum von Ärzten, Krankenschwestern und Therapeuten gemacht zu werden. Viele meiner Mitpatienten waren ebenfalls alt und gebrechlich, was auch hier so manches Mal zu unfreiwillig komischen Ereignissen führte.

Alte Leute in den Niederlanden und ebenso in Deutschland müssten sich viel mehr so wie der (vielleicht fiktive) Hendrik Groen in diesem System zu Wort melden dürfen, um klar zu machen, dass auch ihr Leben noch ein Lebenswertes ist, selbst wenn die perfekte Alltagswelt ihrer Angehörigen und Mitmenschen diese Sichtweise gar nicht mehr zulässt. Ich freue mich schon auf eine hoffentlich folgende Fortsetzung der lebensbejahenden, wunderbar direkt geschriebenen Eierlikörtage: Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre aus dem Piper Verlag, die wirklich in keinem Bücherschrank und auf keinem Ebook-Reader fehlen sollten.

Leseprobe

Mikael Bergstrand: Der 50-jährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half

Göran Borg ist zurück und nimmt den Leser bzw. Hörer erneut mit auf eine abenteuerliche Reise…

Nachdem der Werbetexter und Indienreisende in seiner Heimatstadt Malmö in Schweden eine neue Anstellung gefunden hat, scheint es so, als könne sich der geschiedene Vater einer Tochter mit seinem neuen Dasein in der Heimat anfreunden. Doch schon bald beginnt er wieder zu grübeln und bekommt Sehnsucht nach dem Land, in dem er nicht zuletzt aufgrund seines Freundes Yogi sehr glücklich war. Von diesem hatte er gerade erst eine Einladung zu dessen Hochzeit in Delhi bekommen.

Seine Tochter Linda gibt ihm den Rat, eine Psychotherapie zu machen. Just, als damit begonnen hat, lernt er bei einem Junggesellenabend in seiner Stammkneipe den etwa gleichalterigen Sven Grip kennen, der genau wie er ein riesiger Fußballfan und dem einen oder anderen Schlückchen Alkohol nicht abgeneigt ist. Borg ist begeistert über die vielen Gemeinsamkeiten, die er mit dem einfühlsamen und fürsorglichen Zahnarzt hat, bis dieser ihn zur Verkostung seiner neusten Whisky-Errungenschaft in seine Wohnung einlädt. Dort wird ihm nach Begutachtung einiger DVDs und Zeitschriften des neuen Freundes klar, dass dieser mehr von ihm möchte, als bloße Freundschaft. Der schockierte 50-jährige macht sich schnellstens aus dem Staub und hat nun einen wirklich guten Grund dafür gefunden, wieder nach Indien zurück zu kehren.

Dort angekommen trifft er auf einen deprimierten Yogi, der so lange nicht heiraten darf, bis er seiner Frau Lakshmi eine gute Zukunft bieten kann. Wie Göran ihm dabei erneut aus der Misere hilft, welche Rolle eine Teeplantage dabei spielt und wie ein Tiger schließlich allen Mitwirkenden den richtigen Weg suggeriert, ist nachzulesen oder zu hören in Der 50-Jährige, der den Hintern nicht hochbekam,bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half aus dem btb-Verlag beziehungsweise Audio Media Verlag. Auch die Antwort auf die Frage, ob der Titelheld letztlich in Indien bleibt oder ob es ihn doch wieder nach Schweden zurückzieht, wird dem Leser auf amüsante Weise beantwortet. Eine wirklich gelungene Fortsetzung des ersten Romans rund um Göran Borg.

Leseprobe

Serdar Somuncu: Der Adolf in mir

Es gibt viele Satiriker, Schauspieler und Musiker in diesem Land. Aber nur wenige, die alles zusammen sind. Noch weniger von ihnen haben einen Migrationshintergrund und die Eigenschaft, bei all ihren Zuschauern einen wahrlich bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Serdar Somuncu schafft das alles problemlos. Bundesweit bekannt geworden ist er mit einer hierzulande mehr als gewagten Form der Satire. Einer Lesung aus Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Mit dieser Lesung war er mehrere Jahre auf Tournee quer durch Deutschland und hat sowohl Lob als auch Hass auf seine Person damit eingefahren.

Im Buch und natürlich auch in dem von ihm gelesenen und ebenfalls bei WortArt erschienenen Hörbuch Der Adolf in mir schaut er zurück auf seinen Werdegang und die besagte Tournee mit dem in Deutschland übrigens seit Beginn dieses Jahres wieder frei erhältlichen Werk Adolf Hitlers, das von Historikern nicht ohne Grund mit geschichtlich relevanten Kommentaren versehen wurde. Mit seiner Lesung wagte sich Somuncu an einen Text, mit dem er bewusst provozieren wollte. Eine Eigenart, die er auch bei seinen Fernsehauftritten bei „Extra 3“ oder der „heute show“ immer wieder gerne einsetzt, um die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu ziehen. Dass aber auch ein kluger, redegewandter Kopf hinter aller Provokation steckt, sieht man immer wieder, wenn man ihn in Sendungen, wie „Hart, aber fair“ auftreten sieht. Auch in seiner seit Januar 2016 bei ntv ausgestrahlten eigenen Talkshow „So! Muncu“ (einmal monatlich freitags um 22.15 Uhr) nähert er sich gerne mit seinen Gästen in einer pointierten Debatte auf die etwas andere Art aktuellen Themen (mit oder ohne Migrationshintergrund).

An seinem Buch gefällt mir nicht nur die gewohnt unkonventionelle Weise, mit der er auf die Erlebnisse und Geschehnisse seiner Tour zurückblickt, sondern auch die Möglichkeit, einmal den Menschen Serdar Somuncu etwas besser kennen zu lernen. Dass ihm im Übrigen nicht nur das gesprochene und geschriebene, sondern auch das gesungene Wort sehr gut liegt, konnte ich kürzlich in der Sendung „Bauerfeind assestiert…“ auf 3Sat erfahren. Fans des gnadenlosen Satirikers Somuncu alias Hassias kommen bei einem Besuch seines neuen Bühnenprogramms „H2 Universe – Die Machtergreifung“ wieder voll auf ihre Kosten.

Florian Schroeder: Entscheidet Euch!

„Nur, wer alle Optionen kennt kann die richtige Entscheidung treffen.“ Diesen Werbespruch einer Werbeagentur aus Florian Schroeders Nachbarschaft habe ich beherzigt mir sein 5. Bühnenprogramm Entscheidet euch! angehört sowie bei 3Sat angesehen und damit eindeutig die richtige Entscheidung getroffen. Schließlich gibt es eine Menge Imitatoren, Comedians und Kabarettisten in diesem Land, aber nur einen Florian Schroeder.

Den höre und sehe ich mir schon seit seinem ersten TV-Auftritt 1993 in Harald Schmidts „Schmidteinander“ immer wieder gerne an. Seitdem ist viel Zeit vergangen.Er geht mittlerweile stramm auf seinen 37., ich auf meinen 41. Geburtstag zu. Aber der Riecher für gute Satire, der ist sowohl mir, als auch ihm geblieben. So spricht er in seinem neuen Programm nicht nur den Möglichkeitenwahnsinn unserer Zeit an (Schampoo, Technik, Partnerwahl), sondern lässt so ganz nebenbei immer wieder Zeitkritik („Ich kaufe grundsätzlich offline, weil ich auch in 20 Jahren in Innenstädten noch Fußgängerzonen mit Geschäften haben möchte.) und kleine Seitenhiebe auf unsere Politiker mit einfließen. Sein großartiges Imitatorentalent ruft nicht nur in Bezug auf unsere Bundeskanzlerin immer wieder wahre Lachsalven beim Publikum hervor.

Ich kann nur jedem, der ein Theater oder eine Kabarettbühne bei sich vor Ort hat, raten, darauf zu achten, ob Florian Schroeder dort gastiert. Denn ein Besuch bei einem seiner Liveauftritte lohnt sich genauso, wie das vorliegende Programm in der Hörbuchversion.

Galileo präsentiert „Die spinnen, die Engländer“

„Das Handbuch zur kuriosesten aller Ausssteigernationen“  könnte man das von der Galileo-Redaktion zusammengestellte Taschenbuch über die Engländer auch nennen. Jenes Volk, das für seine geliebte Monarchin Elisabeth II, seinen Linksverkehr auf den Straßen, seinen Fünf-Uhr-Tee in der Tasse und dem regenreichsten Wetter des gesamten europäischen Kontinents berühmt ist… und vielleicht auch bald für  seinen unumkehrbaren Wunsch nach Eigenständigkeit, der es letzlich in ein paar Jahren wird verarmen lassen. Das wäre alles andere als lustig, sondern eine Tragödie! Darum, liebe Engländer (und auch alle Waliser,  Nordiren und Schotten) , bitte bleibt uns in der EU erhalten. Ich habe vor ein paar Jahren als Englisch-Deutsch Übersetzerin nicht ohne Grund diesen Werbeschriftzug inne gehabt: British_is_beautifulOkay, mein Übersetzerbüro ist mittlerweile geschlossen. Das heißt aber nicht, dass die Briten jetzt auch einfach so gehen sollen. Warum sie ganz klar zu Europa dazu gehören und trotzdem ihren ganz eigenen Kopf haben (und auch weiter haben sollen) ist in dem kleinen England-Handbuch Die spinnen, die Engländer wunderbar und auch mit viel Sinn für den weltbekannten britischen Humor erklärt. Jedem Fan dieser herrlich exzentrischen Fußballnation(en) sei dieses Werk über die Engländer darum nicht nur in Zeiten eines (bitte un-)möglichen Brexit wärmstens ans Herz gelegt.

PS: Nun ist er da, der Brexit. Leider 😐 Und schon regt sich Widerstand gegen die Entscheidung, vor allem bei den jungen Briten. Mal schauen, wie viele Jahre es dauern wird, bis sie reumütig zurückkommen werden. Ich würde sie jedenfalls jederzeit gerne wieder willkommen heißen. Der englische Humor à la Mr. Bean, Monty Python und Little Britain würde Europa nämlich auch fehlen, wenn Großbritannien gänzlich aus unseren Gedanken verschwinden würde.